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Im Banking verdienen Männer deutlich mehr als Frauen

Die Löhne im Bankensektor sind vergleichsweise hoch. Allerdings ist auch die Lohndifferenz zwischen den Geschlechtern ausgeprägt. Im laufenden Jahr besteht vor allem Nachfrage nach Fachpersonen mit Produkt- und Investmentexpertise.

Im Banking verdienen Männer deutlich mehr als Frauen

Eine anhaltend konstante Nachfrage nach bankfachlichen Spezialisten auf dem mittleren bis oberen Karriereniveau verzeichnet die Personalberatung Robert Walters. Das geht aus dem Schweizer Teil der „Global Salary Survey 2016“ hervor. In der Deutsch- und Westschweiz sind vor allem Kandidaten mit juristischer oder Compliance-Vorbildung gesucht. Für Festanstellungen suchen Banken vor allem Fachpersonen mit vertiefter Produkt- oder Investmentexpertise. Ferner gab es im Bereich Commodity Trade Finance rege Personalnachfrage. 

Regulierung und Umstrukturierung als Arbeitsmarkttreiber

Auch der Temporärarbeitsmarkt verzeichnete eine rege Nachfrage. Dafür waren vor allem neue regulatorische Anforderungen oder operationelle Umstellungen bei Banken verantwortlich. Die Aussichten für die Lohnentwicklung sind tendenziell positiv. Insbesondere Fachpersonen aus den Bereichen Legal, Compliance und Risk dürften im laufenden Jahr höhere Vergütungen verhandeln können. Eine rege Nachfrage besteht demnach auch bei Interim-Spezialisten.

Löhne meist deutlich über 100'000 CHF jährlich

Robert Walters erwartet, dass 2016 beispielsweise die Gehälter für Analysten im Investment Management zwischen 100’000 und 120'000 CHF jährlich betragen. Mitarbeitende im Sales sollten 100'000 bis 160'000 CHF erhalten können. Im Corporate Banking dürfen Relationship Manager zwischen 110’000 und 140'000 CHF bekommen, Stellen im Middle- und Backoffice werden mit 80'000 bis 110'000 CHF vergütet. Genauso viel beträgt die Vergütung für Credit Analysten oder Trade Finance Officers.

Detaillierte Prognosen finden Sie auf der Seite von Robert Walters.

Männer erhalten deutlich mehr Geld als Frauen

Während die Personalberatung nur „ihren“ Ausschnitt der gegenwärtigen und künftigen Lage schildert, zeichnet die Schweizerische Lohnstrukturerhebung ein wesentlich umfassenderes Bild auf Basis tatsächlich gezahlter Löhne. Die aktuelle Ausgabe der Lohnstrukturerhebung von 2014 nennt für Mitarbeitende im Bereich Finanzdienstleistungen einen monatlichen Durchschnittslohn von 9'792 CHF. Während Männer im Schnitt 11'148 CHF erhalten, bekommen Frauen 7'750 CHF. Die grosse geschlechterspezifische Differenz findet sich auf allen Karriereniveaus wieder. Im oberen und obersten Kader bekommen Frauen 13'690 CHF während für Männer 16'230 CHF bezahlt werden. Im untersten Kader erhalten Frauen 7'940 CHF und Männer 9'064 CHF pro Monat. Auch ohne Kaderfunktion erhalten Frauen monatlich 6'508 CHF, während Männer 7'151 CHF einstreichen.

Detaillierte Daten finden Sie in den Excel-Sheets des Bundesamtes für Statistik.  

An der Höheren Fachschule für Bank und Finanz HFBF werden in verschiedenen Fächern aktuelle Themen aus den unterschiedlichsten Sichtweisen beleuchtet, damit die Studierenden fundiert und aktiv zur objektiven Meinungsbildung beitragen können.

Autor:
Alexander Saheb, Fachjournalist
Publiziert am 14.07.2016 im Auftrag von der Höheren Fachschule für Bank und Finanz HFBF

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