AKAD Business Claim

Finanzierungsmodell für die Berufs- und höheren Fachprüfungen

Vorbereitungskurse, die zum Abschluss einer Berufsprüfung (z.B. Technischer Kaufmann/Kauffrau oder HR-Fachmann / HR-Fachfrau mit eidg. Fachausweis) oder einer Höheren Fachprüfung (z.B. Führungsexperte/in mit eidg. Diplom) führen, sind ein bedeutendes Instrument um sich innerhalb des eingeschlagenen Berufes weiter zu qualifizieren.

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Oftmals ist es so, dass die Kosten für die Vorbereitungskurse und / oder die Prüfungsgebühren zu Lasten des Absolventen / der Absolventin gehen. Teils werden sie durch ihre Arbeitgeber unterstützt, teils können steuerliche Abzüge geltend gemacht oder Stipendien beantragt werden. Je nach Kanton werden in unterschiedlicher Höhe Subventionen an Vorbereitungskurse bezahlt, in manchen Kantonen werden Vorbereitungskurse nicht finanziell gefördert. Eine Systematik zur finanziellen Unterstützung von Nachfragenden ist jedoch nur schwer zu überblicken.

Um die eidgenössischen Prüfungen als wertvolle arbeitsmarktorientierte Bildungsabschlüsse der höheren Berufsbildung zu sichern, beabsichtigt der Bund ein Finanzierungsmodell, das verstärkt die Prüfungsgebühren entlastet. Derzeit leistet der Bund bereits 25 % Beiträge an die Kosten der Durchführung eidgenössischer Prüfungen.

Neu soll auf 60 Prozent und in Ausnahmefällen (bei besonders kostenintensiven Prüfungen) auf bis zu 80 Prozent Prüfungsgebührenbeitrag erhöht werden. Dabei werden vor allem die Träger der Prüfungen entlastet. Diese finanzielle Unterstützung soll dazu beitragen, dass die Kosten für die Prüfungsteilnehmenden sinken. Ein derartiges Modell bedingt eine Änderung der aktuell gültigen Berufsbildungsverordnung in Art. 65. Die Vernehmlassung zur Verordnungsanpassung ist unter diesem Link abrufbar: Änderung der Berufsbildungsverordnung.pdf
Ziel ist, die Revision auf Anfang 2013 in Kraft setzen zu können.


Autorin:  Claudia Zürcher, Direktorin AKAD Business AG                                                                                                           
  Dieser Text ist auch auf HRundLeadership.ch erschienen.