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Montag, 18. Mai 2015

Seit einigen Monaten ist Jennifer Hallam Filialleiterin der UBS-Geschäftsstelle in Stäfa. Die Absolventin der Höheren Fachschule Bank und Finanz (HFBF) ist in dieser Funktion die Jüngste in ihrem Rayon. Wir sprachen mit Jennifer Hallam über Banking, Weiterbildung und Führungsprinzipien.

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Geschnuppert – und dabei geblieben

Die Begeisterung für die Finanzbranche zeichnete sich bei ihr schon früh ab. Sie erinnert sich noch genau an den Schnuppertag bei der UBS. «Das ist genau das, was ich in Zukunft machen will», dachte sie sich. Aus mehreren Angeboten hat sie sich schliesslich für eine kaufmännische Lehrstelle bei der UBS entschieden. Nach der Banklehre wechselt Jennifer Hallam als Assistentin in den Kredit- und Anlagebereich. Kurz nach Ausbruch der Finanzkrise wechselt sie für drei Jahre an den Schalter und in die Kundenberatung. In diese Zeit fällt auch das Studium an der HFBF. Danach ist sie mehrere Jahre in verschiedenen Funktionen bei der UBS-Filiale in Stäfa tätig.

Jüngste Filialleiterin im Rayon
Als die Leitung der Geschäftsstelle frei wird, steigt Jennifer Hallam zur Filialleiterin auf. Der Moment der offiziellen Bekanntgabe ihrer Berufung löste bei ihr damals vorerst noch etwas gemischte Gefühle aus. Nach persönlichen Gesprächen mit den Mitarbeitern war die Akzeptanz rasch hergestellt. Mittlerweile arbeitet die 26-Jährige bereits zehn Jahre bei der UBS. Von der Betreuung des Schalters bis zur Filialleiterin kam sie in all den Jahren in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz. «Diese Erfahrungen kann ich an das Team weitergeben», sagt Jennifer Hallam.

Weiterbildung mit praktischer Ausrichtung
«Ich habe die Karrieremöglichkeiten in der Finanzbranche schnell erkannt», sagt sie rückblickend. Eine fachspezifische Weiterbildung sei heute unabdingbar.» Früher konnte man allenfalls noch von der Erfahrung zehren.» Der Entscheid für die HFBF sei vor allem gefallen wegen der praktischen Ausrichtung der Ausbildung. Fachwissen lasse sich zum einen gezielt verknüpfen und weiterentwickeln. Zum anderen vermittle die HFBF jene Fähigkeiten, die es für eine umfassende Kundenberatung unbedingt brauche.

Vorbild, Vertrauen, Offenheit
Bei der Führung von Mitarbeitern verweist Jennifer Hallam auf die persönliche Herangehensweise – und auf Prinzipien. Vorbild sein, das ist so eines. Das verpflichte auch die Führungsperson. «Wie alle im Team muss auch ich eine stufengerechte Leistung erbringen», sagt sie in ihrer sympathischen Art. Gerade in einer kleinen Filiale sei das Team sehr wichtig. Eine weitere Maxime: Vertrauen aufbauen. Im gleichen Atemzug erwähnt Jennifer Hallam die Tugend der Offenheit. Der Umgang mit Fehlern zeige, was Vertrauen für alle Beteiligten bedeute. Und schliesslich gelte es für sie, sich der Verantwortung bewusst zu sein, um auf möglichst positive Art Einfluss nehmen zu können. Als entscheidend für den Erfolg des Teams erachtet Jennifer Hallam auch die Kommunikation. Ziele vereinbaren und alle auf dem neusten Wissensstand halten, nennt sie als wichtigste kommunikative Aufgaben.

Coaching für die Mitarbeiter Auch wenn kein Tag dem anderen gleiche, gebe es dennoch bestimmte Konstanten bei der Bewältigung des Pensums. «Doch wenn es die Situation erfordert, kann ich kurzfristig in der Filiale jede Funktion übernehmen.» Vielfältige Erfahrung zahle sich dabei aus. Beim Sales Coaching müsse sie Herausforderungen in der Beratung erkennen und entsprechend reagieren. Der Evaluation der Risiken gilt ein weiteres Augenmerk. Und nach wie vor betreut Jennifer Hallam ihr eigenes Kundenportfolio – aufgrund der neuen Aufgaben freilich in reduziertem Umfang.

Weiterhin mit eigenem Kundenportfolio
«Kunden weiterentwickeln, das ist mein Ansporn», begeistert sich Jennifer Hallam immer noch für die Kundebetreuung. Die Beratung ist dabei sozusagen die Kür. Zu erledigen sind allerdings auch die Pflichten, was gemäss Jennifer Hallam manchmal Geduld verlangt. Enorm sei der zeitliche und administrative Aufwand, um den regulatorischen Vorgaben der Aufsichtsbehörden gerecht zu werden. Der Kundschaft mögliche finanzielle Konsequenzen aufzuzeigen, verlange entsprechendes Einfühlungsvermögen. Die Kenntnis von Mentalitäten und Bedürfnissen der Menschen in der Region wertet Jennifer Hallam als Vorteil bei der Bewältigung ihrer Aufgabe.

HFBF-Abschluss als Basis
Gute Erinnerungen hat Jennifer Hallam an die HFBF. Ans Fach Portfolio-Management etwa, dessen Inhalte ihrer Erfahrung gemäss bei der Kundenberatung von grossem Nutzen sind. Insbesondere Kennzahlen seien in Kundengesprächen gute argumentative Hilfen. Noch durchaus präsent hat sie die Anwendungstests, bei der HFBF eine Art «Stresstest» für die praktische Anwendung schulischen Wissens. Für die eigenen Bedürfnisse aufbereitete Unterlagen der HFBF bilden für Jennifer Hallam noch heute ein verlässliches Nachschlagewerk mit Schnellzugriff.

Spezielle Erwähnung finden auch die Fächer Anlegen und Finanzplanung. Dabei öffne sich ein weites Feld. Kunden die Zusammenhänge von Lebens- und Finanzplanung darlegen, oder die finanzielle Absicherung im Hinblick auf die Pensionierung aufzeigen, seien die interessanten Aspekte dieser Tätigkeit. Zu den anspruchsvollen Aufgaben zählt Jennifer Hallam auch das Hypothekargeschäft.

Und welches Fach ist ihr auch noch von Nutzen? «Eindeutig Führungslehre», sagt sie sofort. Oft lasse sich der Wert des schulisch vermittelten Fachwissens erst bei der praktischen Anwendung richtig erkennen.

Insgesamt sechs Mitarbeitende umfasst die UBS-Filiale Stäfa. Zwei Personen betreuen den Schalter oder sie nehmen Beratungsaufgaben (Privatkunden Basis) wahr. Neben Jennifer Hallam sind zwei weitere Mitarbeiter in der Kundenberatung (Privatkunden Individual) engagiert. Teil des Teams ist auch ein Praktikant. Die Weiterbildung vorantreiben will auch Mitarbeiter Arafat Saiti. Er hat sein Studium an der HFBF im Jahr 2013 begonnen.

Am Start zum Long run…
Mit dem Aufstieg sei insgesamt eine Ausweitung der Arbeitszeit verbunden. Trotzdem versuche sie, die Zahl der Überstunden einigermassen im Rahmen zu halten. Saubere Planung und den Blick für die Effizienz schärfen, seien dabei das A und O. Und um die Work-Life-Balance ausgeglichen zu gestalten, gelte es, sich Freizeit zu reservieren. Angesichts des Aufgabenspektrums komme der Laufsport momentan jedoch etwas zu kurz. Den Greifenseelauf will sie gleichwohl erneut packen. Ausdauer hat Jennifer Hallam bereits bewiesen – im Beruf und in der Weiterbildung. Karriere ist ein langer Lauf. Mit einer Portion Gelassenheit ist in Stäfa schon mal ein guter Start geglückt.

Jennifer HallamZur Person
Jennifer Hallam: «Kunden weiterentwickeln, das ist mein Ansporn.»






Lesen Sie hier die ganze Scorecard 01/2015.




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