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Ältere Mitarbeitende werden für Banken wichtiger

Die Schweizer Banken setzen auf inländische Fachkräfte und wollen ältere Arbeitnehmer besser unterstützen. Dazu dienen zahlreiche Angebote.

Aeltere Mitarbeitende und die Banken

„Älteren Mitarbeitenden kommt in Zukunft aufgrund ihrer Erfahrung und ihres Fachwissens auch in der Bankbranche eine grosse Bedeutung zu“, heisst es im „Arbeitgeber Banken Monitor 2016“. Mittlerweile hat bereits die Hälfte der Banken spezielle Massnahmen zum Erhalt der Arbeitsmarktfähigkeit von älteren Mitarbeitenden.

Frühpensionierung ist beliebt

Trotzdem ist der Anteil der älteren Mitarbeitenden in Banken aber recht gering. Das liegt an den nach wie vor attraktiven Frühpensionierungsmodellen, die wiederum rund 50 Prozent aller Banken haben.

Grafik Altersstruktur

Allerdings ist auch das Interesse der älteren Mitarbeitenden selber an einer längeren Beschäftigung bisher eher tief. Bei den Personalverantwortlichen nimmt jedoch das Bewusstsein zu, dass diese Alterskategorie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des Fachkräftepotenzials in den Unternehmen leisten kann.

Je nach Unternehmensbereich können die Bedeutung und der Umgang mit älteren Mitarbeitenden unterschiedlich sein. So finden sich beispielsweise im Private Banking ältere Kundenberater, die über Jahrzehnte ein persönliches Vertrauensverhältnis zu einzelnen Kunden aufgebaut haben, mit diesen gemeinsam älter wurden und diese nun noch länger gerne betreuen möchten.

Training und Entwicklung für die Generation 50+

In einzelnen Banken hat sich der Bestand der älteren Mitarbeitenden (50+) in den letzten Jahren jedoch erhöht – nicht zuletzt dank der kontinuierlichen Investition in diese Generation mit Training und Entwicklung. Zentral für die Banken ist dabei, dass ältere Mitarbeitende befähigt werden, zum „Manager der eigenen Karriere“ zu werden.

Die Initiativen der Banken umfassen unter anderem Module zu Standortbestimmung, Eigenmarketing, (sozialen) Netzwerken, Sprachkursen sowie der Stärkung von Technologiekompetenzen. Dies kann beispielsweise im generationenübergreifenden, gegenseitigen Mentoring geschehen: So coacht ein Vertreter der Babyboom-Generation einen Vertreter der Generation Y – und umgekehrt, zum Beispiel hinsichtlich neuer Technologien.

Grafik Massnahmen

Einige Institute haben auch Programme lanciert, welche zum Ziel haben, talentierte Fachkräfte zurückzugewinnen und ihnen den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern. Eine Beschäftigung über das Pensionsalter hinaus ist über alle Banken betrachtet nach wie vor die Ausnahme. Allerdings denken mehr als zwei Drittel der Personalverantwortlichen der Banken in der Schweiz, dass sich die Bereitschaft älterer Mitarbeitender für einen längeren Verbleib im Erwerbsleben erhöhen würde, falls diese dabei keine Einbussen bei ihrer Rente in Kauf nehmen müssten.

An der Höheren Fachschule für Bank und Finanz HFBF werden in verschiedenen Fächern aktuelle Themen aus den unterschiedlichsten Sichtweisen beleuchtet, damit die Studierenden fundiert und aktiv zur objektiven Meinungsbildung beitragen können.

Autor:
Alexander Saheb, Fachjournalist
Publiziert am 1.12.2016 im Auftrag von der Höheren Fachschule für Bank und Finanz HFBF

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