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Donnerstag, 7. Februar 2013

Geschrieben von Daniela Streuli

Wer eine Ausbildung abschliesst und bis zur Pensionierung im gleichen Beruf bleibt, bildet heute eher eine Ausnahme. Absolventinnen und Absolventen einer Grundbildung möchten vielmehr möglichst schnell weiterkommen. Nicht immer ist dabei das Interesse an der Materie der Haupttreiber, sondern häufig einfach der Wunsch alsbald die höheren Weihen eines Bachelors oder Masters zu erlangen.

Entweder studieren oder dann als Studienabbrecher mit der eigenen Idee durchstarten. Als motivierender Faktor dabei nicht zu unterschätzen ist die Begeisterung, die Freude am Thema und der Auseinandersetzung mit dem eigenen Tun. So hatten berühmte Studien-Abbrecher zumeist eine Passion für das, was sie erreichen wollten, ein klares Ziel vor Augen. Dies hilft auch dann durchzuhalten, wenn es mal harzt. Und das gilt auch für die Weiterbildung. Wer ein Thema mit Freude angeht, der ist vielmehr bereit, zusätzlich Zeit zu investieren. Darum ist der Gedanke «ich möchte einfach den Bachelor, weil viele einen machen», wohl der schlechteste Motivator bei der Wahl der Weiterbildung.

Unnötig auch, sich selber unter Druck zu setzen, wenn einem die wissenschaftliche Arbeitsweise möglicherweise gar nicht entspricht oder die Zeit für ein Studium noch nicht reif ist. Heute sind die Bildungsangebote derart vielfältig und die Weiterbildungsmöglichkeiten so miteinander vernetzt, dass nach einer Berufslehre über den Weg der beruflichen Weiterbildung später noch immer ein Bachelor oder Master absolviert werden kann. Berufliche Weiterbildung ist jedoch vor allem dann eine interessante Alternative, wenn bereits die entsprechende Praxiserfahrung besteht. Fehlt die Berufspraxis, kann eine Höhere Fachschule oder die Fachhochschule der passendere Weg sein, im entsprechenden Bereich das nötige Fachwissen zu erlangen. Darum prüfe die Optionen, wer sich für Jahre weiterbildet.

Wo stehe ich, was interessiert mich
Dazu gehört selbstverständlich die Analyse der aktuellen Situation und die Klarheit darüber, was die Absolventin/der Absolvent bisher gemacht hat, wo sie/er hin möchte und ganz besonders auch, was sie/ihn persönlich interessiert. Ebenso gilt es die offenen Möglichkeiten klar zu analysieren: Besteht ein Zugang durch Matura, BMS, Passerelle oder reichen der Abschluss und die Berufserfahrung aus, um allenfalls «sur dossier» aufgenommen zu werden?

Beruf und Weiterbildung – ich will beides
Nicht unwesentlich und für berufserfahrene Absolventinnen und Absolventen häufig ein zentrales Kriterium ist die Frage der Vereinbarkeit der Weiterbildung mit dem beruflichen Engagement. Kann die Weiterbildung begleitend zum Beruf ausgeübt werden oder braucht es allenfalls eine Reduktion des Arbeitspensums? Arbeitet eine Arbeitnehmerin/ein Arbeitnehmer bereits in einem bestimmten Berufsfeld, kann das Erlangen eines eidg. Fachausweises oder eines eidg. Diploms eine spannende Option sein, da diese Form der fachspezifischen Weiterbildung sehr gut mit dem Beruf vereinbar ist.

Lernen mit andern oder alleine im Café
Und schliesslich sollte auch die Präferenz der Lernform berücksichtigt werden. Wer sich den Lernstoff gerne selber erarbeitet und gut für sich alleine lernen kann, wird mit einem Selbststudium keine grosse Mühe haben. Wer jedoch lieber im Verbund mit anderen lernt, der sollte eine Ausbildung mit Präsenzunterricht und Plenumsarbeit vorziehen. Und wer gerne autodidaktisch vorgeht, der findet unzählige Medien und Online-Tutorials, um den Wissensdurst zu stillen.

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Daniela Streuli, arbeitet für Compendio Bildungsmedien und studierte nach dem Berufsabschluss und mehreren Auslandaufenthalten an der Schule für Angewandte Linguistik (SAL) und der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ).

Compendio Bildungsmedien bietet Lehrmittel für die Berufsbildung, für die berufliche Weiterbildung und fürs Studium. Die Lernmedien eignen sich für den Einsatz im Unterricht wie auch für das Selbststudium. www.compendio.ch




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