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Kleiner Leitfaden zum wissenschaftlichen Arbeiten

Im Rahmen Ihrer Diplom- oder Transferarbeiten müssen Sie sich immer wieder mit wissenschaftlichem Arbeiten auseinandersetzen. Je weiter Sie im Studium fortschreiten, desto grösser wird der Umfang der Arbeit sowie der Anspruch an Wissenschaftlichkeit und Eigenständigkeit. In unserem Leitfaden erfahren Sie, was es dabei zu beachten gibt.

wissenschaftliches Arbeiten

Wissenschaftliches Arbeiten läuft nach folgendem Prozess ab: Am Anfang der Arbeit stehen Themasuche und Problemdefinition. Danach folgen Materialsuche und -auswahl. Wichtig ist sich hier nur auf zuverlässige Quellen zu stützen. Die Online-Enzyklopädie Wikipedia gilt z. B. bei vielen Dozenten als unseriös, das Zitieren aus Texten dieser Plattform ist daher nur nach Absprache mit dem Lehrenden ratsam. Nach Materialsuche und -auswahl kommt die Auswertung Ihres Materials und das Erstellen einer Gliederung. Sobald die Gliederung Ihrer Arbeit steht, können Sie mit der schriftlichen Ausarbeitung loslegen.

Wissenschaftliches Arbeiten funktioniert nach besonderen Prinzipien und Techniken:

  • Damit eine nachvollziehbare Argumentation sichergestellt ist, muss Ihre Arbeit einen klaren Aufbau besitzen.
  • Argumente müssen Sie stets objektiv begründen. Jede Ihrer Einschätzungen muss auf nachvollziehbaren Kriterien beruhen.
  • Geben Sie immer den Gültigkeitsbereich Ihrer Feststellungen bzw. Erkenntnisse an. Stellen Sie sicher, dass Ihre Aussagen auf mehrere Fälle übertragbar sind.
  • Bei einer wissenschaftlichen Arbeit kann es sich um eine Auswertung von Literatur, um eine empirische Untersuchung oder eine Kombination aus beidem handeln. Bei einer Literaturauswertung müssen Sie für eine ausgewogene Auswahl anerkannter Lehrmeinungen und Quellen sorgen. Bei empirischen Analysen ist die Repräsentativität der Ergebnisse zentral. Damit die von Ihnen bei Erhebung und Auswertung zugrunde gelegten Verfahren kritisch diskutiert werden können, müssen verwendete Materialien einsehbar sein.
  • Wesentliche Begriffe Ihrer Arbeit müssen Sie definieren, da die Bedeutung vieler Fachbegriffe nicht eindeutig festgelegt ist. Das in Ihrer Arbeit verwendete Verständnis eines Fachbegriffs muss klar zum Ausdruck kommen.
Neben diesen Merkmalen gelten bei der Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit auch formale Ansprüche. Wissenschaftliche Arbeiten besitzen einen fest vorgegebenen Aufbau. Er besteht aus Titelseite, Inhaltsverzeichnis, Vorwort, Abstract, Literaturverzeichnis sowie ggf. ein Abbildungs-, Tabellen-, Abkürzungs- und Symbolverzeichnis.

Der Aufbau einer Themenarbeit sollte folgende Gliederung beinhalten:

  • In der Einleitung stellen Sie dar, was Sie warum untersuchen. Es folgt ein kurzer Überblick über den Gang der Untersuchung (das „Wie“).
  • Zusammenstellung der Grundlagen, die nötig sind, um den Gegenstand Ihrer Arbeit bzw. das betrachtete Problem zu verstehen und die spätere Argumentation nachvollziehen zu können.
  • Veranschaulichung des betrachteten Problems bzw. der Probleme und Aufzeigen von Lösungsmöglichkeiten.
  • Bewertung der Lösungsansätze. Hierbei wichtig: Darstellung und Bewertung müssen unbedingt getrennt erfolgen. Der Leser muss jederzeit ausmachen können, ob gerade gesicherte Fakten wiedergegeben werden oder ob es sich um eine Stellungnahme Ihrerseits handelt.
  • Zum Abschluss: Zusammenstellung der Ergebnisse; ein Fazit; evtl. erfolgt eine Einordnung der Ergebnisse oder ein Ausblick z. B. auf weiteren Klärungsbedarf oder praktische Konsequenzen.
Wir wüschen Ihnen viel Erfolg!

Autor:
AKAD Business AG