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Erweitertes Gedächtnismodell

So wird Wissen gespeichert

Es gibt ein bekanntes und auch wissenschaftlich untermauertes Modell, das auch als «erweitertes Gedächtnismodell» bezeichnet wird. Im erweiterten Gedächtnismodell wird unterschieden zwischen

  • dem Ultrakurzzeitgedächtnis (UKG),
  • dem Kurzzeitgedächtnis (KZG) für die kurz- bis mittelfristige Speicherung von Informationen
  • sowie dem Langzeitgedächtnis (LZG) für die langfristige Speicherung von Informationen.

Gedaechtnismodell

[Gedaechtnismodell]

Ultrakurzzeitgedächtnis

Wirkt wie ein Filter

Im Ultrakurzzeitgedächtnis bleiben die Informationen nur für wenige Bruchteile von Sekunden festgehalten. Es wirkt wie ein Filter: Wenn Sinneseindrücke nicht sofort als wichtig eingestuft werden, erlöschen sie sofort wieder. Diese Filterfunktion ist sehr nützlich, denn sie verhindert, dass wir mit Sinneseindrücken überschwemmt werden, und ermöglicht, dass wir uns stattdessen auf bestimmte Dinge konzentrieren können.

Kurzzeitgedächtnis

Der Übergangsspeicher

Wichtige Informationen werden vom Ultrakurzzeitgedächtnis an das Kurzzeitgedächtnis weitergeleitet. Das Kurzzeitgedächtnis wirkt wie ein Übergangsspeicher, in dem die Informationen aufbewahrt werden. Es hat eine Speicherkapazität von ca. 7 +/– 2 Informationseinheiten; die meisten Menschen können sich demzufolge auf Anhieb nicht mehr als 5–9 Dinge gleichzeitig merken.

Wenn man die im Kurzzeitgedächtnis zwischengelagerten neuen Informationen nicht immer wieder abruft, gehen sie verloren.

Langzeitgedächtnis

Nachhaltiger Wissenserwerb

Erreicht eine Information das Langzeitgedächtnis, wird sie dort in Form von Eiweissmolekülen sicher und stabil eingelagert. Das Langzeitgedächtnis hat eine schier unbegrenzte Speicherkapazität und ist ständig verfügbar. Geteilte Meinung besteht darüber, ob wir die einmal langzeitgespeicherten Informationen wieder vergessen oder ob wir sie unter bestimmten Umständen einfach nicht mehr abrufen können.

Für einen nachhaltigen Wissenserwerb ist es wichtig, die Informationen im Langzeitgedächtnis zu verankern.

Operativer Bewusstseinsspeicher

Unser Arbeitsspeicher

Offensichtlich können jedoch auch grosse Informationsmengen so lange im Gedächtnis zwischengelagert werden, wie sie für die Erledigung einer grösseren Arbeit oder zum Lösen eines bestimmten Problems benötigt werden, ohne dass sie vollständig ins Langzeitgedächtnis übergehen. Dies erklären Fachleute damit, dass es eine Gedächtnisinstanz gibt, die den Gedächtnisteilen Ultrakurzzeitgedächtnis, Kurzzeitgedächtnis und Langzeitgedächtnis übergeordnet ist. Diese Instanz wird als operativer Bewusstseinsspeicher oder auch als Arbeitsspeicher bezeichnet.

Ob eine Information ins Langzeitgedächtnis übertragen wird, hängt von vier wesentlichen Voraussetzungen ab:

  • Die Information muss an Bekanntes anknüpfen.
  • Die Information muss von persönlichem Interesse sein.
  • Die Information muss wiederholt oder geübt werden.
  • Die Information muss bewusst verarbeitet werden.

Wie knüpft die AKAD Methode an diese Erkenntnisse an?

Gehirngerechtes Lernen

Die Information muss an Bekanntes anknüpfen. Die Einstiegssequenz in den AKAD Lektionen, mit denen Sie sich im Selbststudium auf den Präsenzunterricht vorbereiten, aktiviert Andockstellen für den kommenden Lernstoff. 
Die Information muss von persönlichem Interesse sein.  Persönliches Interesse entsteht da, wo man den Nutzen für die eigene Praxis sieht. Im Präsenzunterricht wird der Lernstoff anhand von Praxisbeispielen veranschaulicht und der Wissenstransfer wird gesichert. 
Die Information muss wiederholt oder geübt werden.  In den AKAD Lektionen finden Sie Zusammenfassungen und Repetitionsfragen. Zudem steht für jede AKAD Lektion eine elektronische Prüfungsaufgabe zur Verfügung. Im Präsenzunterricht wird der Lernstoff repetiert und vertieft. 
Die Information muss bewusst verarbeitet werden.  Im Präsenzunterricht ist Zeit, um das Gelernte durch Übungen, Anwendungsaufgaben, Praxisbeispiele und Wissenstransfer zu verarbeiten.