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Ressourcenverbrauch senken dank effizienteren Prozessen

Neue Technologien ermöglichen, dass Gebrauchsgegenstände immer effizienter, sprich mit geringerem Materialverbrauch, hergestellt werden können. Dies gilt ganz besonders für elektronische Geräte.

Ressourcenverbrauch reduzieren

Wo früher mehrere Kilogramm Kupfer, Eisen und andere Materialien für einen – verglichen mit heute – sehr langsamen Computer verbaut wurden, braucht man heute für ein Smartphone nur noch einen Bruchteil davon – für ein Vielfaches an Rechenleistung. Dafür sorgen technisch versierte Spezialisten, die sämtliche Prozesse der Wertschöpfungskette ständig weiterentwickeln und optimieren. Sie finden stets neue Wege und Mittel, um Bauteile immer kleiner zu fertigen, die Herstellung effizienter zu gestalten und zugleich zuverlässigere und robustere Produkte auf den Markt zu bringen. Diese Entwicklung führt auch dazu, dass in immer mehr Geräten Elektronik beziehungsweise Software zum Einsatz kommt. 

Durch Fortschritt zu weniger Ressourcenverbrauch?

Führen die Verbesserungen und die neuen Produktionsverfahren zu einem geringeren Ressourcenverbrauch der Menschheit? Ein Blick auf die aktuelle Situation zeigt deutlich, dass dem nicht so ist, sondern dass die Nachfrage nach seltenen Rohstoffen eher noch steigt. Jedes neue Fahrzeug funktioniert nur noch mit einem Chip, der den Motor regelt und fortlaufend die optimalen Betriebszustände errechnet, um das Fahrverhalten und den Verbrauch ideal zu steuern. Die öffentlichen Verkehrsmittel verwenden an ihren Haltestellen elektronische Anzeigen, damit die wartenden Passagiere in Echtzeit sehen, wann der nächste Bus oder das Tram kommt. Fussgängerinnen schreiben Nachrichten auf ihren Handys, während sie die Strasse überqueren, vorbei an wartenden Autofahrern, die gerade auf ihre Navigationsgeräte schauen, mit dem Bluetooth-Headset im Ohr ihren nächsten Termin verabreden oder auf ihrer smarten Uhr die aktuellen Börsenkurse checken.

Recycling trägt nur ungenügend zur Reduktion bei

Natürlich wird heute vermehrt auf das Recycling der seltenen Rohstoffe gesetzt. Dies hilft, den Bedarf an neu gewonnenen Rohstoffen zu reduzieren. Allerdings sind gerade bei einem Handy die Verfahren sehr aufwendig und darum finanziell zu wenig attraktiv, um alle Rohstoffe zurückzugewinnen und sie wiederzuverwerten. Die meisten Handys werden darum eher verschrottet als recycelt. Es zeigt sich aber auch, dass viele alte Handys gar nicht erst in den Kreislauf zurückgelangen, sondern in irgendwelchen Schubladen liegen bleiben. Eine Schätzung des deutschen Umweltbundesamts aus dem Jahr 2014 geht davon aus, dass in deutschen Haushalten bis zu zwei Tonnen Gold, 21 Tonnen Silber und über 765 Tonnen Kupfer in Form von alten Handys ungenutzt herumliegen [1]. Es ist anzunehmen, dass dies in den allen Ländern der ersten Welt ähnlich ist und auch für Computer, Tablets und Laptops gilt. So ist es wenig erstaunlich, dass die Rohstoffe trotz des Fortschritts in der Produktion und Gewinnung knapper werden.
 
Fazit: Innovative Verfahren sind gefragt

Die zunehmende Technologisierung der Gesellschaft führt dazu, dass der Fortschritt in der Gewinnung der Rohstoffe und der Herstellung der Fertigprodukte immer rasanter fortschreitet, sie führt aber auch zu einem gesamthaft viel höheren Bedarf an Rohstoffen. Die meisten in elektronischen Geräten verwendeten Materialien, vor allem die Metalle, sind endliche Ressourcen und werden oft unter grossen Belastungen für die Umwelt und die örtliche Bevölkerung abgebaut. Es ist darum zwingend nötig, die Recyclingrate von Metallen und anderen Stoffen zu erhöhen und gleichzeitig voranzutreiben, dass Gewinnung, Verarbeitung und das Recycling der Rohstoffe immer effizienter werden, um so den Verbrauch von neuen Rohstoffen entscheidend zu senken.

Bei AKAD Technics werden in verschiedenen Fächern aktuelle und kontroverse Themen aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet, damit die Studierenden fundiert und aktiv zur Meinungsbildung beitragen können.

Autor:
Herr Simon Fahrni
Publiziert am 26.10.2016 im Auftrag von AKAD Technics  

Quellen:

[1] «Vergessene Schätze in der Schublade», Umweltbundesamt, Online: http://www.umweltbundesamt.de/themen/vergessene-schaetze-in-der-schublade
 (Zugriff am 09.08.2016).

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