Empathie vs. Social Media

12.10.2020 Beat Ambord

Warum es immer auch echte Freunde braucht

Die Freundesliste auf Facebook verrät, dass es doch eine ganze Menge Freunde gibt. Im realen Leben jedoch sind die persönlichen Kontakte deutlich eingeschränkter und manchmal macht sich sogar Einsamkeit breit. Wozu braucht es da noch Empathie und wie lässt sich diese überhaupt noch fördern? Wir haben die Denkanstösse.

 

Was Empathie ist

Einfach gesagt ist Empathie die typisch menschliche Fähigkeit, sich in die Gefühlswelt anderer Menschen zu begeben. Für das Mass an Empathie sprechen Gefühlsregungen wie Mitleid, Trauer, Hilfsbereitschaft, Schmerz. Im Allgemeinen spricht man auch von Einfühlungsvermögen, das bei Menschen unterschiedlich ausgeprägt ist. Generell darf man davon ausgehen, dass Menschen mit einer hohen Empathie auch die hoch entwickelte Fähigkeit haben, sich die in die Motivations- und Gefühlslage, in Erlebniswelten und Empfindungen anderer einzufinden. Menschen mit wenig Empathie sind meist auf sich selbst fixiert und können mit den Gefühlen und Motiven anderer so gar nicht viel anfangen.

Wie sich Empathie entwickeln lässt

Empathie ist kein angeborenes Persönlichkeitsmerkmal, sondern entfaltet sich im Laufe der Entwicklung im sozialen Kontakt mit anderen Menschen. Theorien gehen jedoch auch davon aus, dass eine gewisse psychische Grundausstattung das Mass an Empathie bereits seit Geburt beeinflussen kann. Wesentlich für die Entwicklung von Empathie bleibt in jedem Fall der persönliche Kontakt zu anderen Menschen. Und der lässt sich virtuell kaum ersetzen oder nachvollziehen. Selbst wenn in den sozialen Medien viele Gefühlswelten gespiegelt werden, sind diese virtuellen Welten doch kein Ersatz für den echten Kontakt zu Menschen.

 
 

Mimik, Gestik, Tonlage, Stimme und viele andere körperliche Signale und Faktoren bestimmen, wie wir die Gefühlslage anderer Menschen wahrnehmen und was das mit unseren eigenen Gefühlen macht. Und genau da braucht es den direkten Kontakt zu Menschen, denen wir regelmässig begegnen können. Selbst lange Freundeslisten in den sozialen Medien, der eifrige virtuelle Kontakt in die Welt hinein und das virtuelle Ausdrücken von Gefühlsregungen sind kein Ersatz für die tatsächliche Begegnung mit Menschen, die uns in unserem eigenen Tun oder Lassen bewegen.

Empathie entwickelt sich nur im tatsächlichen Umgang mit unterschiedlichen Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen. Einen Ersatz dafür gibt es nicht. Auch nicht in der virtuellen Gemeinschaft innerhalb der sozialen Medien.

Montag, 18:00 02.11.2020 Bern Berufsmaturität und Passerelle
Dienstag, 18:00 24.11.2020 Zürich Berufsmaturität
Dienstag, 18:00 01.12.2020 Bern Berufsmaturität und Passerelle

Die Freundesliste auf Facebook verrät, dass es doch eine ganze Menge Freunde gibt. Im realen Leben jedoch sind die persönlichen Kontakte deutlich eingeschränkter und manchmal macht sich sogar Einsamkeit breit. Wozu braucht es da noch Empathie und wie lässt sich diese überhaupt noch fördern? Wir haben die Denkanstösse.