Frauennetzwerke

10.04.2019 Helen Weiss

Männer tun es seit Jahrhunderten: Sie knüpfen Kontakte, bauen ein Netzwerk auf und holen sich für ihr berufliches Weiterkommen Unterstützung bei Verbündeten. Was bei Männern erfolgreich ist, nützen Frauen nach wie vor zu wenig.

Frauennetzwerke

Ob man sich über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten informieren will, Kontakte in seiner Branche sucht, sich mit Gleichgesinnten austauschen oder einfach Erfahrungen teilen möchte - netzwerken ist ein erfolgversprechender Weg, um sich im Berufsleben zurechtzufinden und weiterzuentwickeln. Zwar netzwerken Frauen ebenso gekonnt wie Männer, nutzen ihre Kontakte aber meist nicht beruflich.
In vielen Frauennetzwerken, wie etwa in Elternvereinigungen der Schule, in der Freiwilligenarbeit oder in religiösen Frauenbünden, geht es auch heute noch primär um «Kinder, Küche, Kirche». Diese Netzwerke werden in unserer Gesellschaft jedoch als nicht bedeutend erachtet und abgewertet. Frauen tun deshalb gut daran, Netzwerke auch auf beruflicher Ebene aufzubauen und gezielt zu nutzen.

Networken? Frau soll!

Das ist auch nötig, denn die jungen Frauen haben heute mit denselben Problemen zu kämpfen wie vor 20 Jahren, als die ersten Frauennetzwerke entstanden: Einkommensschere zwischen den Geschlechtern, Alltagssexismus, Karriereknick nach dem Mutterschaftsurlaub, Untervertretung auf der Führungsetage. Netzwerken ist auch für Frauen eine Karrierefördermassnahme!

Voneinander profitieren

Frauennetzwerke bieten neben beruflichen Kontakten auch Solidarität und dienen als Anlaufstelle. Frauen können sich über ähnliche berufliche Hürden, aber auch über Erfolge austauschen und Vorbilder treffen. Dadurch können sie lernen, nicht zu selbstkritisch zu sein. Denn oftmals sind die Gründe, die Frauen beruflich am Weiterkommen hindern, nicht fehlende Fähigkeiten. Diese Erkenntnis allein kann helfen, selbstbewusster aufzutreten.
Dass Frauen ganz unterschiedliche Erfahrungen mitbringen, macht  Möglichkeiten sichtbar und kann Sicherheit vermitteln - wie zum Beispiel bezüglich der Balance zwischen Arbeit und Familie oder bei anderen Herausforderungen im Alltag.
Durch die Doppelbelastung von Beruf und Familie haben viele Frauen leider oft kaum Kapazitäten für die Kontaktpflege - der Netzwerkabend ist meist das Erste, was Frauen aus ihrem vollen Kalender streichen.
Doch Beziehungen müssen wachsen können und gepflegt werden. Deshalb gilt es, hartnäckig zu bleiben und sich genügend Zeit fürs Netzwerken zu nehmen.

Dienstag, 18:00 26.11.2019 Zürich Direktionsassistenz
Samstag, 11:00 30.11.2019 Zürich HF Betriebswirtschaft
Mittwoch, 18:00 04.12.2019 Basel Direktionsassistenz, HR Fachleute
Dienstag, 18:00 10.12.2019 Bern Bildungsangebote Bern
Mittwoch, 18:00 08.01.2020 Bern Bildungsangebote Bern

Netzwerken ist ein erfolgversprechender Weg, um sich im Berufsleben zurechtzufinden und weiterzuentwickeln. Frauen profitieren ausserdem auch im Privatleben stark von Ihren Kontakten. Ein funktionierendes Netzwerk ist deshalb umso wichtiger.