IT-Risiken beurteilen und mögliche negative Folgen reduzieren

16.08.2017 Bruno Sauter
Die Schlagzeilen zu Hackerangriffen auf Computer und Mobile Devices verunsichern breite Kreise der Bevölkerung und zeigen uns erneut, wie kreativ auch negative Energien in unserer Gesellschaft sein können. Die Dreistigkeit und auch Perfektion, mit welcher Schwachstellen von Menschen und der von ihnen entwickelten Systeme ausgenutzt werden, ist kaum mehr zu überbieten. Ist ein System erst blockiert, wird guter Rat sehr teuer.
IT-Risiken

Perfekte Hacker-Businesspläne

Die durch die Angriffe blockierten Geräte sind für Menschen und Firmen das Nervensystem ihrer täglichen Arbeit. Kontaktdaten, Termine, Pläne und auch ganze Historien werden heute in den Systemen verwaltet, und keinen Zugriff mehr zu haben, bedeutet für Tage das Wegsein vom Markt, von den Kunden und vom Umsatz. Die Hacker selbst bieten meist rasch und umfassend eine Information, unter welchen finanziellen Bedingungen sie bereit sind, das Problem zu beheben. Und in der Tat ist das System gegen Bezahlung meist auch rasch wieder nutzbar. Selbstverständlich werden mit der Bezahlung auch gleich weitere persönliche Daten und Nummern bekannt gegeben. In einem höhnischen Gegenzug erhält man dafür eine E-Mail, um die Zufriedenheit mit der Problemlösung durch den Hacker auf einer Plattform zu beurteilen.

Cloud und Co.

Aktuell lagern viele Firmen und Privatpersonen einen immer grösseren Teil ihrer Daten in die sogenannten Clouds aus. Auch wenn der Name dies suggeriert, sind Clouds mitnichten im All frei schwebende Lösungen, die von einer übernatürlichen Kontrolle profitieren. Hinter den Lösungen stehen Firmen, Standorte in Ländern und Regionen, Server, pekuniäre Interessen und knallharte Businesspläne. Die Daten lagern in einer Umgebung, welche geprägt wird durch das nationalstaatliche Rechtsverständnis und die jeweiligen Bestimmungen zum Datenschutz. Inwiefern sich die Firmen bei ihrer Auslagerung von Daten tatsächlich schon mit den politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen an den Standorten ihrer Cloudlösungen auseinandergesetzt haben, sei dahingestellt. Nicht umsonst jedoch konzentrieren namhafte Firmen ihre IT inklusive der Datenspeicherung wieder vermehrt in der Schweiz.

Mehr als günstig

Daten sind der Rohstoff der Zukunft, und Firmen wie Privatpersonen sind offensichtlich bereits heute bereit, für diese Informationen einen hohen Preis zu bezahlen. Nebst in Konzepte wie Riskmanagement, Handbücher, Datencontrolling usw. wird in Software und Abwehrmechanismen investiert. Der Schaden bei Datenblockaden, oder noch schlimmer, bei Datenverlust, ist für jedermann enorm. Umso bedeutender werden in Zukunft die Beachtung verschiedener Aspekte von Sicherheit und das Verständnis wirklich globaler Faktoren. Nicht bloss Märkte sind heutzutage weltweit verfügbar, auch potenzielle Risiken sind heute rund um den Erdball vorhanden. Und insbesondere KMUs tun ausserordentlich gut daran, zu überprüfen, wie weit sie diese Risiken nicht bloss beurteilen, sondern im Eintretensfall auch die anfallenden Kosten tragen können. In der Summe wird so die eigene Datenhaltung nicht bloss zum Schlüsselfaktor für den eigenen Erfolg, sondern sie wird in der Erfolgsrechnung einen positiven Einfluss haben.

Zusammen mit der Digitalisierung verbreitet sich auch das Bedürfnis nach mehr Sicherheit. Je besser Sie Ihre Systeme schützen, desto weniger anfällig ist Ihr Unternehmen für Hackerangriffe. IT-Security ist deshalb ein wichtiges Thema für alle Firmen.