Smart Home - das intelligente Zuhause

10.02.2017 Matej Smokrovic
Vor der Abreise in den Urlaub rasch per Smartphone-App in der Ferienwohnung die Heizung hochstellen, Elektro- und Haushaltsgeräte einschalten, die Belüftung regulieren oder über die Webcam die Lage vor Ort checken. Dies und vieles mehr ermöglicht uns die Smart-Home-Technik.
Smarthome

Die Wünsche nach mehr Komfort im Alltag, Einbruchsicherheit und Energieeffizienz gelten als treibende Kräfte für die rasante Entwicklung von Smart-Home-Systemen und -Lösungen in den letzten Jahren.

Was bedeutet „Smart Home“?

Der Begriff „Smart Home“ dient als Oberbegriff für die Vernetzung aller Geräte und Installationen in einem Haus bzw. einer Wohnung sowie die dafür verwendeten technischen Verfahren und Systeme. Lampen, Rollläden, PCs und Kühlschränke – sie alle kommunizieren miteinander, bilden quasi ein Netzwerk. Smart Home ist ein gesamtheitliches Konzept, das verschiedene Aspekte vereint: u.a. die Vernetzung von Geräten und Installationen, die Fernsteuerung mittels Smartphone oder Tablet sowie die Automatisierung bestimmter Vorgänge.

Technische Lösungen

Bis vor Kurzem war für ein intelligentes Zuhause eine aufwendige, feste und teure Verkabelung notwendig,  welche oft nur in Neubauten oder bei grösseren Umbaumassnahmen realisierbar war. Mittlerweile gibt es verschiedene sogenannte Modullösungen, welche einerseits kostengünstig sind und andererseits ein simples Nachrüsten ermöglichen.
Mit den Jahren haben sich verschiedene Basistechnologien und Übertragungsstandards etabliert, die untereinander häufig nicht kompatibel sind. Nebst WLAN und Bluetooth sind u.a. die folgenden beiden Technologien zur Vernetzung eines Smart Homes hierzulande weit verbreitet:

  • KNX-System
    Das KNX-System ist ein Bussystem. Alle Geräte benützen das gleiche Übertragungsverfahren und tauschen Daten über eine gemeinsame Busleitung aus. Es gibt kein Zentralgerät, die „Intelligenz des Systems“ ist gleichmässig über alle angeschlossenen Geräte verteilt. Der KNX-Bus kennt mehrere Übertragungsmedien und -verfahren: Funk, Stromleitung, Datenleitung und Ethernet. Es bleibt jedoch immer das-selbe Bussystem, die jeweiligen Bus-Endgeräte werden nur unterschiedlich angekoppelt.
  • DigitalSTROM
    Die benötigten Komponenten bestehen aus einem „DigitalSTROM-Meter“ (dem „Rückgrat“ der Installation), welcher im Sicherungskasten eingebaut wird und als Manager der Gerätevernetzung und -kommunikation dient, sowie dazugehörigen Klemmen, welche z.B. in Schaltern und Lampen etc. eingebaut werden können. Die Datenübertragung funktioniert über die Stromleitung.

Noch nicht ganz ausgereift

Bekanntlich verderben viele Köche ja den sprichwörtlichen Brei. Obwohl jedes einzelne der vorhandenen Systeme Vorteile hat und es bereits möglich ist, diese zum Teil individuell auf die Bedürfnisse der Nutzer zu zuschneiden, müssen Hersteller zusammenspannen und an einfacheren und vor allem untereinander kompatiblen Lösungen arbeiten. Nur so kann sichergestellt werden, dass das Interesse an der Smart-Home-Technik auch künftig aufrechterhalten werden kann.

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