Stress! – Stress?

27.06.2016 Christoph Hilber

Stress in der Organisation, im Team, nicht überall, doch spürbar in gewissen Bereichen. Aber warum? Die klassischen Kennzahlen helfen, die «hot spots» einzugrenzen, aber nicht unbedingt, deren Ursachen zu eruieren. Doch dafür gibt es einfache Tools.

Stress
Stress will zuerst definiert sein: Anspannung/Krämpfe, verursacht durch innere oder äussere Stressoren. Stress aufgrund kurzfristiger und begrenzter Arbeitsbelastung oder Projektdruck betrachte ich als normal. Ausgeprägter Ehrgeiz führt meistens auch zu Stress, der aber persönlich motiviert ist. Schlimmer sind jene Stressoren, welche nicht einfach erkannt werden können und schleichend zu Missständen führen. Personalverantwortliche achten auf messbare und nicht messbare Befindlichkeiten ihrer Mitarbeitenden. Veränderungen bei messbaren Kennzahlen, wie Fluktuation, Absenzen, Produktivität, sind oft erklärbar, wenn wirtschaftliche Veränderungen umzusetzen sind. HR Business Partners, welche gut in die von ihnen betreuten Teams integriert sind, bemerken aber auch Phänomene wie allgemeine Stimmung, Motivation, Umgangston, vielleicht sogar Gereiztheit und Aggression in Meetings u. ä. Diese nicht messbaren Symptome sind meist schwieriger zu erklären. Ist es das Umfeld, die Führung, die Wirtschaftslage, das Verhalten eines einzelnen Mitarbeitenden, sind es private Ursachen? Es gibt Unterschiede zwischen Abteilungen oder Teams, die oft nicht erklärbar sind. Die einen «leben» bzw. funktionieren problemloser, andere weniger.

Bei kleineren Firmen werden die messbaren Kennzahlen irrelevant. Dafür sind die nicht messbaren sofort spürbar, funktionieren diese Unternehmen doch oft ähnlich wie Familien, da ein enger Austausch zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden stattfindet. Ungereimtheiten sind sofort spürbar, werden schnell adressiert und im persönlichen Gespräch gelöst.

In grösseren Firmen heisst das Rezept BGM (Betriebliches Gesundheitsmanagement). Hier werden mit unzähligen Massnahmen – von der Verpflegung über Fitnessangebote, Sozialberatung bis zu Ombudspersonen – die allgemeine Befindlichkeit und Wertschätzung gepflegt. Aber hilft BGM, Ursachen für Stress zu ermitteln, oder ist es eher Prävention und Symptombehandlung?

In grösseren Firmen heisst das Rezept Betriebliches Gesundheitsmanagement

Schön wäre es, Tools zu haben, welche die versteckten Ursachen für «chronischen» Stress aufdecken – mit vertretbarem Aufwand an Zeit und Kosten und auf eine von den Betroffenen auch akzeptierte Art und Weise. Ein Tool, welches nebst Identifikation und Ausprägung von Stressoren auch Hilfestellung für ein Gespräch mit und zwischen Betroffenen und Verursachern bietet, ist z. B. INSIGHTS MDI® Stressquotient von Scheelen. HR, Vorgesetzte und Betroffene sind gefordert, Erkenntnisse objektiv zu analysieren und daraus Massnahmen abzuleiten, um weitere Stress-Eskalationen wie Burn-outs zu verhindern. Stimmen Vertrauen und Kultur in einem Unternehmen, gehen alle gestärkt aus einem Analyseprozess hervor. Stimmen Vertrauen und Kultur nicht, ist dies vielleicht die Hauptursache für die Stresssymptome.
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