AKAD Business Claim

Höhere Berufsbildung – quo vadis?

Im August berichteten wir über die Titelfrage in der höheren Berufsbildung um diese auch im Ausland stärker positionieren zu können. Mit der Frage der Titeläquivalenz für die höhere Berufsbildung (HBB) beschäftigt sich auch die Motion von Nationalrat Matthias Aebischer vom 13. Juni 2012 (Titeläquivalenz für die HBB). 

Seine Forderung gilt modernen Titelbezeichnungen wie z.B. „Bachelor HF“, die auch im Ausland einen hohen Wiedererkennungswert haben. Die Stellungnahme des Bundesrates vom 22. August 2012 zur Motion empfiehlt für eine bessere Positionierung der HBB jedoch nicht den Weg über Anpassungen der Abschlussbezeichnungen, sondern über eine eigenständige Profilierung. Die Abgabe von Diplomzusätzen soll dabei die Vergleichbarkeit der Berufsbildungsabschlüsse im Bildungssystem erhöhen.

Fakt ist, dass populäre Titel für Abschlüsse wie „Bachelor“ oder „Master“ wie ein Magnet den Nachwuchs in Richtung akademische Ausbildung steuern. Fakt ist auch, dass nur mit deutlich attraktiveren Abschlüssen in der HBB dem wachsenden Druck auf die Hochschulen und damit der damit ungewollten Akademisierung entgegengehalten werden kann.

Ob es der Titel alleine „richten“ kann, sei dahingestellt. Die konsequente Orientierung der Ausbildungen an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes mit seiner Vielfalt an Branchen und Berufen muss gewährleistet sein. Auch diese gilt es besser zu kommunizieren. 

Gespannt erwarten wir die Fortsetzung zur Motion.

Autorin:  Claudia Zürcher, Direktorin AKAD Business AG

Dieser Text ist auch auf HRundLeadership.ch erschienen.