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Marketing im Zuge der digitalen Transformation

"Wer nicht digital denkt, ist raus!" (Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender Axel Springer)

Die Digitalisierung wird Geschäftsmodelle von fast der Hälfte der heute etablierten Unternehmen in führenden Industrienationen und Schwellenländern innerhalb von fünf Jahren völlig umkrempeln und einzelne Firmen verdrängen. Im Zuge dieser häufig disruptiv anmutenden Veränderungen kommt dem Marketing heute und in Zukunft eine komplett andere Bedeutung zu.

Marketing im Zuge der digitalen Transformation

Veränderungen im ökonomischen und sozialen Umfeld sowie vielfältige technische Entwicklungen um das Jahr 1900 herum verursachten die Entstehung des Marketings. Die beginnende Massenproduktion führte zu zahlreichen Distributionsproblemen. Allerdings bestand damals ein Verkäufermarkt: Es fällten noch nicht die Konsumenten die Entscheidung, bei welchem Anbieter sie Waren beziehen möchten, wie es heute (meist) der Fall ist (sog. Käufermarkt).

Nun steht die Welt vor – oder bereits mitten in – der vierten industriellen Revolution, die primär und stark vom Internet abhängig ist. Diese Revolution ist geprägt durch eine hohe Automatisierung (über künstliche Intelligenz und Robotik) mittels einer ausgeprägten Verwendung von Daten (Big Data). Damit das Marketing in Zukunft nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwindet, muss es sich schnellstmöglich und konsequent den neuesten Marktveränderungen anpassen.

Folgende 5 Trends werden das Marketing-Jahr 2016 prägen:

  • Kundenmacht steigt weiter – Superpersonalisierung: Anstatt Broadcasting, ist Individualisierung gefragt. Anstatt offensive Werbung, ehrlicher Dialog.
  • Marketing Engineering – kein Marketing mehr ohne IT: Die Bedeutung von daten- und computergestütztem Marketing steigt. Laut Gartner werden CMOs im Jahr 2017 höhere Investitionen in IT-Massnahmen tätigen als CTOs.
  • Internet of Things (IoT): Das Internet der Dinge (Internet of Things oder IoT) bewirkt für Hersteller branchen- und weltweit eine Welle der Transformation. Software, Sensoren und Konnektivität werden zunehmend in die Produkte eingebettet, die wir entwickeln und bauen....mit grossen Chancen fürs Marketing.
  • Real Time Marketing (z.B. über Beacontechnologie): Beacons sind der neue Trend, wenn es um Indoor- oder Outdoor Navigation geht. Die kompakten Bluetooth-Sender versorgen Nutzer mit Informationen und leiten sie in Gebäuden und Geschäften an ihr Ziel. Die Zeit scheint reif, flächendeckend auf Beacons zu setzen.
  • Growth Hacking: Growth Hacking beschreibt meist kostenlose Taktiken („Hacks“), die Unternehmen dabei unterstützen, wichtige Kennzahlen zu steigern (Registrierungen, Käufe, Empfehlungen etc.). Die Hacks zielen dabei auf eine Erhöhung der Viralität ab – und damit langfristig auf das Wachstum eines Unternehmens.
An der Schule für Marketing und Verkauf  werden in verschiedenen Fächern aktuelle Themen aus den unterschiedlichsten Sichtweisen beleuchtet, damit die Studierenden fundiert und aktiv zur objektiven Meinungsbildung beitragen können.

Autor:
Herr Max Meister, Founding Partner Swiss Start-up Factory AG
  publiziert am 17.2.2016. Im Auftrag von der Schule für Marketing und Verkauf