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Supply Chain Management – die 5 wichtigsten Trends

Die Entwicklung der Technik hat direkte Auswirkungen auf Unternehmensprozesse. Besonders das Supply Chain Management (SCM) ist stark betroffen. Dass die Entwicklung immer schneller läuft, macht die Sache nicht einfacher. Fünf Trends zeigen, in welche Richtung es geht.

Supply Chain

Bis heute gibt es keine allgemeingültige Definition für Supply Chain Management. Allen Versionen gemeinsam ist aber, dass sie die Harmonisierung sämtlicher Abläufe der Lieferkette als notwendig bezeichnen. 
Bei Wikipedia findet sich eine Definition von Sebastian Kummer (abgefragt 11.5.17):
«Supply Chain Management (SCM) ist ein prozessorientierter Managementansatz, der alle Flüsse von Rohstoffen, Bauteilen, Halbfertig- und Endprodukten und Informationen entlang der Wertschöpfungs- und Lieferkette (‹Supply Chain›) vom Rohstofflieferanten bis zum Endkunden umfasst und das Ziel der Ressourcenoptimierung für alle an der Supply Chain beteiligten Unternehmen verfolgt.»

Sicher ist, dass sich das SCM in den nächsten Jahren sehr stark verändern wird. Heute sind die folgenden 5 Trends erkennbar.

Industrie 4.0 – intelligent und selbstorganisiert

Die industrielle Produktion soll mit der Informations- und Kommunikationstechnik eng verbunden werden. Die Grundlage bilden intelligente und digital vernetzte Systeme, die eine selbstorganisierte und selbstkommunizierende Produktion ermöglichen. IT-Systeme leiten, überwachen und analysieren dabei ganze Fertigungsprozesse. 

Supply Chain Visibility – besser planen dank Transparenz

Mit Supply Chain Visibility (SCV) werden die globalen Lieferketten transparenter gemacht. Bestände und Wertströme sind sichtbar, das führt zu besserer Planbarkeit und Ressourcenauslastung sowie stabileren Prozessen. Dazu sind komplexe IT-Systeme erforderlich, die Daten in Echtzeit übermitteln und auswerten. 

Now Delivery – Lieferzeiten schrumpfen weiter

Die «Same Day Delivery», also die Lieferung am Bestelltag, wird von der «Now Delivery», also der Lieferung innerhalb von 3–4 Stunden, überholt. Vorreiter in diesem Bereich ist der Onlinehändler Amazon, der in einigen Städten bereits die Lieferung innert 2 Stunden anbietet. 

Roboter, Drohnen und Internet der Dinge

Um die extrem kurzen Lieferfristen umzusetzen, braucht es zwingend teilautonome Roboter. Weltweit sind bereits Tausende allein für die Umschichtung in Material- und Produktelagern im Einsatz. Drohnen spielen künftig eine wichtige Rolle, und zwar am Boden und in der Luft. Ihre Steuerung übernehmen Chips, Sensoren und Computer. Das Ziel ist es, mit Hilfe des Internets Produkten ein Eigenleben zu ermöglichen, die bisher von Menschen gesteuert werden mussten.

Smarte Systeme

Lernfähige Systeme, wie zum Beispiel das Smartphone oder der Smart-TV, werden zunehmen. Datenbrillen werden bereits eingesetzt, um digitale Informationen zu einem Produkt abzufragen. Damit können Produkte überprüft werden, ohne sie in die Hand zu nehmen. Die Entwicklung geht vom Smart Warehouse bis hin zur Smart Factory.

Auch weitere Technologien entwickeln sich rasend schnell, die grossen Einfluss auf das gesamte Supply Chain Management haben. Die Zeit wird zeigen, welche Ansätze und Ideen sich langfristig durchsetzen.  

Für Unternehmen ist es von strategischer Bedeutung, die Entwicklungen aktiv zu verfolgen, mitzudenken und bereit zu sein für Veränderungen. Die verantwortlichen Personen in den Unternehmensprozessen müssen fähig sein, zu erkennen, welche Parameter ihr Tagesgeschäft betreffen werden.

Bei AKAD Technics werden in verschiedenen Fächern aktuelle und kontroverse Themen aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet, damit die Studierenden fundiert und aktiv zur Meinungsbildung beitragen können.

Autor: Frédéric Jordan, Jordan Consulting

publiziert am 5.07.2017 im Auftrag von AKAD Technics

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