Wunder Metamorphose am Beispiel der Flunder
Die Flunder gehört wie die Scholle oder der Steinbutt zu den Plattfischen. Wie Steinbutt und Scholle auch ist die Flunder ein faszinierender Flachfisch, der bevorzugt in den küstennahen Gewässern der Nordsee, der Ostsee und anderer Meere vorkommt. Ihr Lebenszyklus und ihre Anatomie sind bemerkenswert und zeigen einige interessante Anpassungen, die auch als Metamorphose bezeichnet werden.
Unter Metamorphose verstehen wir in der Biologie die Entwicklung von der Larve zum geschlechtsreifen Tier. In speziellen Formen der Metamorphose kommt es dabei zu Umwandlungen oder gar zur vollständigen Verwandlung der äusseren Form und spezieller, artentypischer Merkmale. Die Flunder zeigt, wie faszinierend die Metamorphose ablaufen kann.
Die meisten Flundern werden als völlig normale, symmetrische Fische geboren. In diesem Stadium ähneln sie anderen kleinen Fischen und haben eine runde, bis abgerundete Körperform. Sie schwimmen aufrecht mit ihren Augen auf beiden Seiten ihres Körpers und unterschieden sich kaum von ähnlichen kleinen Fischen.
Was die Flunder jedoch einzigartig macht, ist ihre Fähigkeit zur Metamorphose, nicht nur bezogen auf ihre Entwicklung vom kleine Fisch zum geschlechtsreifen Tier. Im Laufe ihres ersten Lebensabschnittes durchläuft die Flunder eine bemerkenswerte Veränderung in ihrer Anatomie, die es ihr ermöglicht, sich an ein Leben am Meeresboden anzupassen. Diese Veränderung wird als asymmetrische Umwandlung bezeichnet.
Während des Wachstums der Flunder beginnt sich ihr Körper deutlich zu verändern. Die Augen wandern langsam auf die gleiche Seite des Kopfes, während die Körperform seitlich abgeflacht wird. Ihre Flossen passen sich ebenfalls an, wobei die Rückenflosse und die Bauchflosse sich zu einem durchgehenden Band auf einer Seite des Körpers entwickeln. Schliesslich liegt die Flunder flach auf dem Meeresboden, wobei ihre dunklere Oberseite sich der Farbe des Meeresbodens angleicht, um sich vor Raubtieren zu tarnen. Die helle Unterseite kann beim Schwimmen helfen, um sich mit Leuchten des Himmels unter Wasser zu vermischen und so weniger sichtbar zu sein.
Diese einzigartige Anpassung ermöglicht es der Flunder, sich besser an ihren Lebensraum anzupassen und sich erfolgreich zu tarnen, um sowohl Raubtieren zu entkommen als auch selbst Beute zu machen. Die Metamorphose der Flunder ist ein faszinierendes Beispiel für die Anpassung von Tieren an ihre Umgebung im Laufe ihres Lebenszyklus. Ähnliche Beobachtungen können auch beim Steinbutt oder der Scholle gemacht werden, die sowohl in der Metamorphose als auch in der Lebensweise viele Ähnlichkeiten mit der Scholle aufweisen.
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